Oasen in der ländlichen Dürre: Wer sind die Macher, wie kann man ihnen besser helfen?

Einige Überlegungen nach einer Landpartie Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise sagte die Bundeskanzlerin einen seit dem viel zitierten und viel kritisierten Satz: „Wir schaffen das“. Genau dieser Satz charakterisiert diejenigen Menschen, die sich im Gegenstrom zum demographischen Mainstream in die neuen Bundesländer aufgemacht haben und dort auf dem Lande Wurzeln schlagen wollen. Bevor sie dies… Weiterlesen

Luxus Landleben – Ein Reisebericht

Schloss Kaarz – Foto Stefan von Stengel Über Neue Ländlichkeit nicht nur zu schreiben und zu diskutieren, sondern sie vor Ort in Augenschein zu nehmen, das war die Idee einer dreitägigen Studienfahrt der Mecklenburger AnStiftung, die vorige Woche stattfand: „Luxus Landleben – Eine Studienfahrt in den mecklenburgischen ‚Garten der Metropolen‘“. „Augenschein“ ist vielleicht ein unzureichendes… Weiterlesen

Ländliches Neuland: Wie Kreuzberg vor 30 Jahren?

Die Robert Bosch Stiftung in Stuttgart gehört zu den wenigen großen deutschen Stiftungen, die seit der Wende immer wieder gesellschaftliche Prozesse in Ostdeutschland mit Förderungen begleitet haben. Im Kern geht es dabei um Entwicklung von bürgerschaftlichem Engagement und Identität – bei einem großen Respekt für ostdeutsche Eigensinne. 2012 hat die Stiftung erstmals das Förderprogramm “Neulandgewinner.… Weiterlesen

Das Dorf ist kreativ

Verlagsfest in Tüschow Der digitale Wandel bringt es mit sich, dass Menschen dort arbeiten können, wo sie leben möchten – und nicht umgekehrt. Ich selbst bin 2010 von Hamburg nach Tüschow im Altkreis Ludwigslust umgezogen. Tüschow ist für mich der schönste Ort der Welt. Ein Paradies am Naturschutzgebiet Schaalelauf, mit totaler Stille und üppigstem Sternenhimmel.… Weiterlesen

„Dorf machen“

so simpel heißt ein neues Buch mit dem akademischer klingenden Untertitel „Improvisationen zur sozialen Wiederbelebung“ . Herausgeber ist ein Professor, der zur Zeit an der Kunstuniversität Linz lehrt und weiß, was Dorf bedeutet. Ton Matton lebt und arbeitet seit vielen Jahren in dem mecklenburgischen Dorf Wendorf zwischen Crivitz und Brüel mit seiner Wendorf Academy –… Weiterlesen

Wer kommt wann warum?

Neuere und neueste Entwicklungen der innerdeutschen Zuwanderung von West nach Ost in Mecklenburg-Vorpommern von Johanna Düwel Mecklenburg-Vorpommern (MV) kann auf eine lange Migrationsgeschichte zurückblicken. Im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs werden die Erfahrungen mit Abwanderung jedoch häufig überbetont. Seit der Wiedervereinigung 1989/90 sank die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns von 1,92 Mio. auf heute circa 1,61 Mio. Menschen. Das… Weiterlesen

Die Macht der Land-Narrative

Von Wolf Schmidt Wie wird Landleben oder Stadtleben in 10 Jahren aussehen? Werden wir einen Urbanisierungsschub oder einen Trend aufs Land erleben? Die Wahrheit ist, dass dies niemand voraussehen kann. Naturwissenschaftliche Prozesse, die reproduzierbar sind, lassen sich sehr exakt voraussagen. Bei Ereignissen, für die lange massenhafte Datenreihen vorliegen, erkennen wir Trends, die uns eine passable… Weiterlesen

Der Mecklenburger ist schon froh, wenn er seine Ruhe hat

Von Tobias Nagel Warum zieht jemand in ein Gebiet von Deutschland, das allgemein zwar als touristisch attraktiv wahrgenommen wird, aber ansonsten eher im Ruf von Arbeitslosigkeit und Rechtsextremismus steht? Wie vollzieht sich das Leben dort? Welche Bedeutung hat es für die Personen auf dem Land zu leben? Meine Studie „Der Mecklenburger ist schon froh, wenn… Weiterlesen

Regionalidentität als Engagementmotiv?

Von Jens Reda Der demographische Wandel ist seit einigen Jahren ein zentrales Thema in politischen und medialen Debatten in Deutschland. Insbesondere die steigende Lebenserwartung und die sinkende Geburtenrate werden dabei als Ausgangspunkt für sich selbstverstärkende Folgeeffekte wie Abwanderung, kommunale Schuldenlast oder eine sinkende Standortattraktivität ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Je nach Standort weisen diese Entwicklungen… Weiterlesen