Ländliches Neuland: Wie Kreuzberg vor 30 Jahren?

Die Robert Bosch Stiftung in Stuttgart gehört zu den wenigen großen deutschen Stiftungen, die seit der Wende immer wieder gesellschaftliche Prozesse in Ostdeutschland mit Förderungen begleitet haben. Im Kern geht es dabei um Entwicklung von bürgerschaftlichem Engagement und Identität – bei einem großen Respekt für ostdeutsche Eigensinne. 2012 hat die Stiftung erstmals das Förderprogramm “Neulandgewinner.… Weiterlesen

Das Dorf ist kreativ

Verlagsfest in Tüschow Der digitale Wandel bringt es mit sich, dass Menschen dort arbeiten können, wo sie leben möchten – und nicht umgekehrt. Ich selbst bin 2010 von Hamburg nach Tüschow im Altkreis Ludwigslust umgezogen. Tüschow ist für mich der schönste Ort der Welt. Ein Paradies am Naturschutzgebiet Schaalelauf, mit totaler Stille und üppigstem Sternenhimmel.… Weiterlesen

„Dorf machen“

so simpel heißt ein neues Buch mit dem akademischer klingenden Untertitel „Improvisationen zur sozialen Wiederbelebung“ . Herausgeber ist ein Professor, der zur Zeit an der Kunstuniversität Linz lehrt und weiß, was Dorf bedeutet. Ton Matton lebt und arbeitet seit vielen Jahren in dem mecklenburgischen Dorf Wendorf zwischen Crivitz und Brüel mit seiner Wendorf Academy –… Weiterlesen

Wer kommt wann warum?

Neuere und neueste Entwicklungen der innerdeutschen Zuwanderung von West nach Ost in Mecklenburg-Vorpommern von Johanna Düwel Mecklenburg-Vorpommern (MV) kann auf eine lange Migrationsgeschichte zurückblicken. Im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs werden die Erfahrungen mit Abwanderung jedoch häufig überbetont. Seit der Wiedervereinigung 1989/90 sank die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns von 1,92 Mio. auf heute circa 1,61 Mio. Menschen. Das… Weiterlesen

Die Macht der Land-Narrative

Von Wolf Schmidt Wie wird Landleben oder Stadtleben in 10 Jahren aussehen? Werden wir einen Urbanisierungsschub oder einen Trend aufs Land erleben? Die Wahrheit ist, dass dies niemand voraussehen kann. Naturwissenschaftliche Prozesse, die reproduzierbar sind, lassen sich sehr exakt voraussagen. Bei Ereignissen, für die lange massenhafte Datenreihen vorliegen, erkennen wir Trends, die uns eine passable… Weiterlesen

Der Mecklenburger ist schon froh, wenn er seine Ruhe hat

Von Tobias Nagel Warum zieht jemand in ein Gebiet von Deutschland, das allgemein zwar als touristisch attraktiv wahrgenommen wird, aber ansonsten eher im Ruf von Arbeitslosigkeit und Rechtsextremismus steht? Wie vollzieht sich das Leben dort? Welche Bedeutung hat es für die Personen auf dem Land zu leben? Meine Studie „Der Mecklenburger ist schon froh, wenn… Weiterlesen

Regionalidentität als Engagementmotiv?

Von Jens Reda Der demographische Wandel ist seit einigen Jahren ein zentrales Thema in politischen und medialen Debatten in Deutschland. Insbesondere die steigende Lebenserwartung und die sinkende Geburtenrate werden dabei als Ausgangspunkt für sich selbstverstärkende Folgeeffekte wie Abwanderung, kommunale Schuldenlast oder eine sinkende Standortattraktivität ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Je nach Standort weisen diese Entwicklungen… Weiterlesen

Bilder vom Land und Mikropolitik von Dörfern

Von Prof. Dr. Florian Dünckmann Wir alle kennen diese oder ähnliche Kippfiguren. Entweder zeigt das Bild eine Ente, die nach links schaut, oder einen Hasen, der seinen Kopf nach rechts oben hält. Wir können dabei immer nur das eine oder das andere erkennen. Und wenn unser Bild zwischen Ente und Hasen „kippt“, geschieht dies ausschließlich… Weiterlesen

Welche Landlust?

Von Dr. Wolf Schmidt An einem strahlenden Frühlingstag Ende März nutze ich mal wieder die Bahn für eine morgendliche Fahrt vom mecklenburgischen Ventschow ins Ruhrgebiet. Während die Autobahn bestenfalls einen Fernblick auf menschliche Ansiedlungen ermöglicht, fährt die Bahn ihre Haltepunkte mitten in Dörfern und Landstädten an. Der aufmerksame Bahnfahrer erblickt so neben Äckern und Wiesen,… Weiterlesen